Wie viel datenvolumen brauche ich?


5 GB, 20 GB, 50 GB oder doch lieber gleich unbegrenzt? Wer einen neuen Mobilfunktarif sucht, steht schnell vor der Frage: Wie viel Datenvolumen brauche ich eigentlich? Die Antwort hängt vor allem davon ab, was du unterwegs mit deinem Smartphone machst.
Wer hauptsächlich Nachrichten schreibt und gelegentlich etwas googelt, kommt mit deutlich weniger aus als jemand, der täglich Videos streamt oder das Smartphone regelmäßig als Hotspot verwendet. Gleichzeitig bringt es wenig, jeden Monat für riesige Datenpakete zu bezahlen, von denen am Ende ein Großteil ungenutzt bleibt.
Wir zeigen dir, welche Anwendungen besonders viele Daten benötigen, wie du deinen eigenen Bedarf herausfindest und welches Datenvolumen zu deinem Alltag passen kann.
1. Wofür wird mobiles Datenvolumen überhaupt verbraucht?
Immer wenn dein Smartphone unterwegs über das Mobilfunknetz Daten aus dem Internet lädt oder hochlädt, wird dein Datenvolumen beansprucht. Im heimischen WLAN sieht das anders aus: Dort wird das Datenpaket deines Mobilfunktarifs normalerweise nicht belastet.
Mobile Daten benötigst du beispielsweise für:
- Messenger und E-Mails
- soziale Netzwerke
- Musik- und Videostreaming
- Navigation
- Videotelefonie
- Downloads und App-Updates
- Cloud-Dienste
- mobiles Arbeiten
Dabei unterscheiden sich die benötigten Datenmengen erheblich. Eine Textnachricht fällt kaum ins Gewicht. Schaust du dagegen unterwegs eine Stunde Videos in hoher Auflösung, können schnell mehrere hundert Megabyte oder sogar einige Gigabyte zusammenkommen.
Auch Fotos und Videos in sozialen Netzwerken spielen eine Rolle. Selbst wenn du nur durch deinen Feed scrollst, werden im Hintergrund ständig neue Inhalte geladen.
Deshalb sagt die reine Bildschirmzeit wenig darüber aus, wie viel Datenvolumen du tatsächlich brauchst. Entscheidend ist, was du mit deinem Smartphone machst.
2. Wie viel Datenvolumen passt zu welchem Nutzungstyp?
Eine perfekte Zahl für alle gibt es nicht. Trotzdem lassen sich einige typische Nutzungsmuster unterscheiden.
Wenignutzer:innen: etwa 5 bis 10 GB
Du verwendest mobile Daten hauptsächlich für Messenger, E-Mails, Navigation und gelegentliche Internetrecherchen? Videos und Musik streamst du meistens im WLAN?
Dann können bereits 5 bis 10 GB im Monat ausreichen.
Typisch sind beispielsweise:
- WhatsApp und andere Messenger
- E-Mails
- Wetter-Apps
- gelegentliche Navigation
- Nachrichten lesen
- kurze Social-Media-Nutzung
Wenn du die meiste Zeit Zugang zu WLAN hast, brauchst du unterwegs häufig überraschend wenig Daten.
Durchschnittliche Nutzung: etwa 10 bis 30 GB
Du bist regelmäßig auf Instagram, hörst unterwegs Musik, nutzt Navigation und schaust gelegentlich Videos? Dann lohnt sich etwas mehr Spielraum.
Mit einem Datenpaket zwischen ungefähr 10 und 30 GB kommen viele Nutzer:innen gut durch den Monat.
Intensive Nutzung: etwa 30 bis 60 GB
Wenn dein Smartphone unterwegs ein wichtiger Begleiter für Unterhaltung und Arbeit ist, steigt der Bedarf deutlich.
Dazu gehören beispielsweise:
- häufiges Videostreaming
- lange Social-Media-Sessions
- regelmäßige Videocalls
- größere Downloads
- mobiles Arbeiten
In diesem Fall können 30 bis 60 GB sinnvoll sein.
Sehr intensive Nutzung: 60 GB oder mehr
Du streamst täglich Videos über das Mobilfunknetz, nutzt regelmäßig einen Hotspot oder hast nur selten WLAN zur Verfügung? Dann kann ein besonders großes Datenpaket oder ein Tarif ohne festes Datenlimit interessant werden.
Entscheidend ist aber auch hier dein tatsächlicher Verbrauch. Nur weil ein Tarif 100 GB enthält, heißt das nicht, dass du 100 GB brauchst.
3. Welche Apps verbrauchen besonders viele Daten?
Wenn dein Datenvolumen regelmäßig schon Mitte des Monats knapp wird, solltest du herausfinden, wo die Gigabytes eigentlich verschwinden.
Besonders datenintensiv sind in der Regel Videos. Je höher die Auflösung, desto größer die übertragene Datenmenge.
Videostreaming
YouTube, Netflix und andere Videodienste können innerhalb kurzer Zeit erhebliche Datenmengen verbrauchen. Wer häufig unterwegs streamt, sollte deshalb die Videoqualität überprüfen.
Social Media
Instagram, TikTok und ähnliche Plattformen bestehen heute zu einem großen Teil aus Videos. Beim Scrollen werden laufend neue Inhalte vorgeladen. Dadurch kann selbst eine halbe Stunde Nutzung überraschend viele Daten benötigen.
Musikstreaming
Musik benötigt deutlich weniger Daten als Videos. Wer allerdings jeden Tag mehrere Stunden unterwegs streamt, kommt über einen Monat trotzdem auf einige Gigabyte.
Videotelefonie
Bei einem Videoanruf werden gleichzeitig Bild und Ton übertragen. Regelmäßige längere Videocalls können deshalb ebenfalls einen relevanten Teil deines Datenpakets verbrauchen.
Smartphone als Hotspot
Besonders schnell kann der Verbrauch steigen, wenn du dein Smartphone als Internetzugang für einen Laptop oder ein Tablet verwendest. Betriebssysteme und Programme können im Hintergrund große Updates herunterladen, ohne dass du es sofort bemerkst.
4. So findest du deinen tatsächlichen Datenverbrauch heraus
Statt deinen Bedarf zu schätzen, kannst du einfach nachschauen. Android und iOS erfassen, wie viele mobile Daten einzelne Apps verwenden.
Auf dem iPhone findest du entsprechende Angaben unter Einstellungen > Mobilfunk. Bei Android-Geräten liegt die Übersicht je nach Hersteller beispielsweise in den Bereichen Netzwerk & Internet, Verbindungen oder Datennutzung.
Noch hilfreicher ist häufig die App deines Mobilfunkanbieters. Dort kannst du sehen, wie viel Datenvolumen innerhalb des aktuellen Abrechnungszeitraums bereits verbraucht wurde.
Schau dir am besten die letzten zwei oder drei Monate an.
Verbrauchst du beispielsweise regelmäßig nur 8 GB, obwohl dein Tarif 50 GB enthält, ist das ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass du das große Paket gar nicht benötigst.
Umgekehrt solltest du etwas Puffer einplanen. Wenn du durchschnittlich 18 GB verbrauchst, wäre ein Tarif mit exakt 20 GB möglicherweise etwas knapp. Im Urlaub, auf längeren Zugfahrten oder in Monaten mit weniger WLAN kann der Verbrauch schnell höher ausfallen.
Ein Tarif sollte deshalb zu deinem normalen Alltag passen und gleichzeitig etwas Luft nach oben bieten.
5. Mit einfachen Einstellungen Datenvolumen sparen
Bevor du wegen eines hohen Verbrauchs direkt einen größeren Tarif buchst, lohnt sich ein Blick auf deine Einstellungen. Häufig lässt sich der mobile Datenverbrauch deutlich reduzieren, ohne dass du dein Smartphone anders nutzen musst.
Ein paar einfache Maßnahmen helfen:
- Nutze WLAN für große Downloads und Updates.
- Lade Musik, Podcasts oder Serien vor einer Reise zuhause herunter.
- Reduziere beim mobilen Streaming die Videoqualität.
- Deaktiviere automatische App-Updates über mobile Daten.
- Begrenze automatische Downloads in Messengern.
- Prüfe, welche Apps besonders viele Hintergrunddaten verwenden.
- Nutze vorhandene Datensparfunktionen deines Smartphones.
Besonders praktisch sind Offline-Inhalte. Wenn du beispielsweise vor einer Zugfahrt deine Playlist, Podcasts oder eine Serie im WLAN herunterlädst, benötigst du unterwegs dafür keine mobilen Daten mehr.
Auch bei der Navigation kannst du je nach App Kartenbereiche vorher herunterladen.
Dabei geht es nicht darum, möglichst wenige Daten zu verwenden. Dein Mobilfunktarif soll schließlich bequem zu deinem Alltag passen. Es lohnt sich aber, unnötige Datenübertragungen zu vermeiden – gerade dann, wenn sie unbemerkt im Hintergrund stattfinden.
Die Frage „Wie viel Datenvolumen brauche ich?“ lässt sich am besten mit einem Blick auf dein eigenes Smartphone beantworten. Wer hauptsächlich Nachrichten schreibt, E-Mails liest und gelegentlich navigiert, braucht meist kein riesiges Datenpaket. Streaming, Social Media, Videocalls und Hotspot-Nutzung lassen den Bedarf dagegen schnell steigen.
Als grobe Orientierung können für eine eher leichte Nutzung 5 bis 10 GB reichen, während viele durchschnittliche Nutzer:innen mit etwa 10 bis 30 GB gut zurechtkommen. Bei regelmäßigem Streaming oder mobiler Arbeit können 30 bis 60 GB oder mehr sinnvoll sein.
Am besten prüfst du deinen Verbrauch über mehrere Monate und rechnest einen kleinen Puffer dazu. So findest du einen Tarif, der wirklich zu dir passt – ohne ständig auf jedes Megabyte achten zu müssen und ohne für Datenvolumen zu bezahlen, das du am Ende gar nicht nutzt.
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