Always-On-Display: Wie wirkt es sich auf den Akku aus?


Uhrzeit, Benachrichtigungen oder Akkustand sehen, ohne das Smartphone erst entsperren zu müssen: Genau dafür gibt es das Always-On-Display, kurz AOD.
Kurz gesagt: Ein Always-On-Display benötigt zusätzliche Energie und kann dadurch die Akkulaufzeit verkürzen. Wie groß der Unterschied ist, hängt allerdings stark vom Smartphone, der Displaytechnik und den Einstellungen ab. Wenn dir eine möglichst lange Akkulaufzeit wichtiger ist als die permanente Anzeige, kannst du die Funktion ausschalten oder zeitlich begrenzen.
Wie funktioniert ein Always-On-Display?
Beim Always-On-Display bleibt ein Teil des Bildschirms auch im gesperrten Zustand aktiv. Angezeigt werden zum Beispiel Uhrzeit, Datum oder neue Benachrichtigungen.
Viele Smartphones mit AOD nutzen OLED-Displays. Anders als bei einem klassischen LCD müssen dabei nicht alle Bildbereiche permanent beleuchtet werden. Einzelne Pixel können gezielt aktiviert werden.
Zusätzlich versuchen Hersteller, den Stromverbrauch über niedrige Helligkeit und Bildwiederholrate zu reduzieren. Bei unterstützten iPhones kann die Bildwiederholrate im Always-On-Modus beispielsweise auf bis zu 1 Hz sinken. Apple schaltet das Display außerdem vollständig aus, wenn sich das Smartphone etwa in der Tasche befindet oder mit dem Display nach unten liegt.
Wie viel Akku verbraucht das Always-On-Display?
Ein Always-On-Display benötigt zusätzliche Energie und kann dadurch die Akkulaufzeit verkürzen. Wie stark sich das bemerkbar macht, hängt vom Smartphone, der Displaytechnik und den gewählten Einstellungen ab. Wenn du Akku sparen möchtest, kannst du die Funktion ausschalten oder nur zu bestimmten Zeiten anzeigen lassen.
Einen Eindruck von den Unterschieden liefert außerdem ein Test von DXOMARK mit vier Smartphones. Unter standardisierten Testbedingungen entluden sich die getesteten Geräte im Ruhemodus mit aktiviertem Always-On-Display deutlich schneller als bei vollständig ausgeschaltetem Display. Die Ergebnisse unterschieden sich allerdings je nach Gerät, weshalb sich daraus kein fester Verbrauchswert für jedes Smartphone ableiten lässt.
Wann lohnt es sich, das Always-On-Display auszuschalten?
Wenn du die Funktion praktisch findest und mit deiner Akkulaufzeit zufrieden bist, gibt es keinen zwingenden Grund, sie auszuschalten.
Eine Deaktivierung kann aber sinnvoll sein, wenn dein Akku häufig nicht bis zum Abend reicht oder du unterwegs möglichst lange ohne Ladegerät auskommen möchtest.
Bei vielen Smartphones lässt sich das Always-On-Display außerdem nur zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Situationen anzeigen. So musst du dich nicht unbedingt zwischen dauerhaft an und komplett aus entscheiden.
Wie lässt sich der Akkuverbrauch reduzieren?
Neben dem Always-On-Display gibt es weitere Einstellungen, die Einfluss auf die Akkulaufzeit haben. Dazu gehören zum Beispiel Displayhelligkeit, Bildwiederholrate und Apps, die im Hintergrund aktiv sind.
Dein Akku ist ständig schneller leer als gedacht? In unserem Ratgeber zeigen wir dir, wie du den Akkuverbrauch deines Smartphones reduzieren kannst.
Auch automatische Einstellungen des Smartphones können helfen. Manche Geräte schalten das Always-On-Display beispielsweise aus, wenn das Smartphone in der Tasche liegt oder mit dem Display nach unten abgelegt wird. Andere ermöglichen feste Zeitpläne.
Fazit: Always-On-Display anlassen oder ausschalten?
Das Always-On-Display ist praktisch, benötigt aber zusätzliche Energie. Wie stark sich das auf die Akkulaufzeit auswirkt, unterscheidet sich je nach Gerät und Einstellung.
Wenn dein Akku ausreichend lange hält, musst du die Funktion nicht unbedingt ausschalten. Möchtest du Strom sparen oder die Akkulaufzeit verlängern, kannst du das Always-On-Display deaktivieren oder seine Nutzung begrenzen.
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